Glossar  

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Hier finden Sie ein Stichwortverzeichnis rund um die Terminologie der Weiterbildungsinitiative und der Weiterbildungsdatenbank.

A

Akkreditierung
Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit sind die zentralen Voraussetzungen für die Akkreditierung der Bildungsdienstleister (BDL) und der Trusted Partner (TP). Das Qualitätssicherungshandbuch gibt nähere Auskunft dazu. Ein Leitfaden zur Akkreditierung von Bildungsdienstleistern / Trusted Partnern findet sich in den Informationen zur Akkreditierung.

Anmeldung

Für die Eröffnung eines Weiterbildungskontos wird ein akkreditierter Trusted Partner Basis benötigt. Die Trusted Partner Basis sind auf unserer Homepage gelistet.

 

Anrechnungsregeln
Die Broschüre „Regeln zur Anrechnung von Bildungsmaßnahmen“ gibt dazu nähere Auskunft. Ergänzende Regeln für öffentlich-rechtliche Abschlüsse sind in der Broschüre „Anrechnung von Weiterbildungsmaßnahmen mit öffentlich-rechtlichen Abschlüssen“ festgelegt.

Audit
Die Qualitätssicherung im Rahmen der Initiative gut beraten – Weiterbildung der Versicherungsvermittlung – erfolgt nach dem Grundsatz „Vertrauen ex ante – Prüfung ex post“. Audits im Rahmen der Initiative haben das Ziel, die regelkonforme Anwendung der Anrechnungsregeln durch die akkreditierten Bildungsdienstleister (BDL) „ex post“ sicherzustellen: Das Auditverfahren soll gewährleisten, dass eventuelle Missbräuche bei der Vergabe der Weiterbildungspunkte durch Bildungsdienstleister aufgedeckt und verhindert werden können.

 

Auditoren
Die Audits werden von freien Auditoren durchgeführt, die sich im Rahmen der Initiative gut beraten haben zertifizieren lassen. Gemeinsam mit den Bildungsdienstleistern stellen die Auditoren sicher, dass die in der Weiterbildungsdatenbank eingetragenen Maßnahmen und Weiterbildungspunkte für die teilnehmenden Versicherungsvermittler korrekt nach den Vorgaben gebucht wurden.

 

Ausländische Vermittler
Auch ausländische Vermittler, die am deutschen Markt tätig sind, aber ihre Niederlassung nicht in Deutschland haben, sind herzlich eingeladen, sich an der WB-Initiative freiwillig zu beteiligen.

B

Bildungsdienstleister
Bildungsdienstleister, die für ihre Teilnehmer Weiterbildungspunkte auf die Weiterbildungskonten buchen möchten, müssen sich akkreditieren lassen. Alle BDL werden gleich behandelt und müssen die gleichen Voraussetzungen im Akkreditierungsprozess erfüllen. Nur akkreditierte BDL dürfen WP-Buchungen in der WBD vornehmen. Der BDL kann nur die von ihm getätigten Buchungen in der WBD einsehen. Alle akkreditierten BDL werden bei Zustimmung auf unserer Homepage gelistet, damit die VV stets darüber informiert sind, wer akkreditiert ist. BDL die nicht-akkreditiert sind, können sich nicht unmittelbar an der WB-Initiative beteiligen. Es ist Sache der VV, die Nachweise nicht-akkreditierter BDL der Geschäftsstelle zur Einzelfallprüfung vorzulegen. Die Geschäftsstelle übernimmt dann die Prüfung der Maßnahme und Buchung der Weiterbildungspunkte gegen Kostenbeitrag (s. Dokument „Kostenbeiträge / Leistungsbeschreibung“ im Download-Bereich)

Buchung

Die Buchung von Weiterbildungspunkten liegt in der Verantwortung des jeweiligen akkreditierten Bildungsdienstleisters bzw. der Geschäftsstelle gut beraten für WB-Maßnahmen nicht-akkreditierter BDL. Bei Buchungen werden der Titel der Maßnahme, die Lernart, der Lerninhalt und die Anzahl der Weiterbildungspunkte in der WBD erfasst. Jede Buchung ist dem individuellen WB-Konto eines VV zugeordnet. Eine Buchung soll grundsätzlich nach Abschluss einer WB-Maßnahme oder einer WB-Teilmaßnahme erfolgen; in jedem Fall auf der Grundlage einer Punktevergabe, die den Anrechnungsregeln entsprechen muss.
 
Die Buchung kann bis zu 12 Monate nach Abschluss einer Weiterbildungsmaßnahme erfolgen.
 
Weiterbildungspunkte können innerhalb von 28 Tagen nach Durchführung der Buchung storniert werden, wenn eine Fehlbuchung vorliegt. Änderungen einer Buchung sind aus Gründen der Revisionssicherheit nicht vorgesehen. Insofern erfolgen, wenn Änderungsbedarf besteht, die Stornierung der ursprünglichen Buchung und dann die Neueingabe der modifizierten Buchung. Werden Weiterbildungsmaßnahmen und damit auch Weiterbildungspunkte in der WBD storniert, erscheinen diese auf dem Kontoauszug rot hinterlegt. Die rot gekennzeichneten Buchungen beinhalten die ursprüngliche Gutschrift der Punkte und die vorgenommene Stornierung.

C

D

E

Eröffnung eines Weiterbildungskontos
s. Anmeldung

F

G

Gut beraten-Portal
Das gut beraten-Portal (GBP) liefert die technische Unterstützung des online-Akkreditierungsprozesses für Bildungsdienstleister und Trusted Partner.
Zum Anstoß des Akkreditierungsprozesses ist die Anforderung von Zugangsdaten für das GBP erforderlich. Über den Button „Login“ auf der Homepage werden die Zugangsdaten zum GBP angefordert. Dazu sind Angaben zum Unternehmen sowie die Nennung einer aktiven E-Mail-Adresse erforderlich. Die Zugangsdaten werden automatisch generiert und an diese E-Mail-Adresse versandt.

H

I

J

Jahreszertifikat

s. Zertifikat

K

Kontoauszug

In der Weiterbildungsdatenbank (WBD) steht dem VV eine persönliche Kontoübersicht mit Selektionsmöglichkeiten (Aktuelles Bildungsjahr, Aktuelle Zertifizierungsperiode, Alle Zertifizierungsperioden) zur Verfügung. Um diese Kontoübersicht bei Bedarf auch in Papierform erzeugen zu können, besteht die Möglichkeit des Ausdrucks eines Kontoauszugs.

Kontonummer
s. VV_ID

 

Kosten
Die Kosten zur Initiative entnehmen Sie bitte der Broschüre „Kostenbeiträge / Leistungsbeschreibung“.

 

Kostendeckelung
Sobald ein VV innerhalb einer 5-jährigen Zertifizierungsperiode 200 WP erreicht hat, fallen für die Buchung von zusätzlichen WP innerhalb dieser Zertifizierungsperiode keine weiteren Kosten an.

Kostenerhebung
Das Abrechnungssystem ist so konzipiert, dass die Kostenbeiträge für die Entwicklung und den Betrieb der Weiterbildungsinitiative inkl. der Weiterbildungsdatenbank durch eine Bepreisung der Weiterbildungspunkte erfolgt.

Zur Zeit liegt der Kostenbeitrag für die Buchung eines WP bei 1,00 EUR inkl. MwSt., allerdings maximal bis zur Höhe von 200 WP in 5 Jahren; alle darüber hinaus für einen Vermittler gebuchten Weiterbildungspunkte werden nicht mehr berechnet (Kostendeckelung).

Die Kostenbeteiligung erfolgt durch die BDL, die WP buchen. Die BDL erhalten quartalsweise Rechnungen von der Geschäftsstelle. Die Nachvollziehbarkeit dieser Rechnungen zu den von einem BDL durchgeführten WP-Buchungen wird durch Abrechnungsübersichten gewährleistet. Diese sind unmittelbar aus der WBD per Download abrufbar.

Vergleichbar ist das System der Abrechnungsübersichten mit den Einzelverbindungsnachweisen verschiedener Telefongesellschaften. In den Abrechnungsübersichten der WBD werden auch Stornierungen ausgewiesen, so dass in der Kombination von Rechnung und Abrechnungsübersicht ein revisionssicheres System besteht.

L

Lernart

Beim Eintrag einer WB-Maßnahme in die Weiterbildungsdatenbank (WBD) durch einen BDL ist die Art des Seminars (Lernart) anzugeben. Folgende Wahlmöglichkeiten bestehen:


Präsenz-Veranstaltung
Einzeltraining
Blended Learning
Gesteuertes E-Learning
Selbstgesteuertes E-Learning

Lerninhalt

Beim Eintrag einer WB-Maßnahme in die Weiterbildungsdatenbank (WBD) durch einen BDL ist der Lerninhalt des Seminars anzugeben. Folgende Wahlmöglichkeiten bestehen:


Privat-Vorsorge-Lebens-/Rentenversicherung    
Privat-Vorsorge-Kranken-/Pflegeversicherung
Privat-Sach-/Schadenversicherung
Firmenkunden-Vorsorge (bAV/Personenversicherung)
Firmenkunden-Sach-/Schadenversicherung
Spartenübergreifend
Beratungskompetenz

M

Manuelle Eintragung von Weiterbildungspunkten
s. Buchung

N

Nachbuchung
s. Buchung

O

Ordnungskennziffer (OKZ)

Durch die Ordnungskennziffer werden in der WBD die unterschiedlichen Vermittlerkategorien unterschieden:

Ordnungskennziffer (OKZ) 1:
Darunter fallen hauptberufliche und nebenberufliche Vermittler, die mehr als eine Sparte vermitteln.
Diese erhalten ein Zertifikat für das aktuelle persönliche Bildungsjahr, wenn Sie mindestens 40 Weiterbildungspunkte erzielt haben. Hat der Vermittler nach Abschluss des zweiten persönlichen Bildungsjahres mindestens 80 Weiterbildungspunkte gesammelt, wird der Weiterbildungsausweis ausgegeben. Das fünf-Jahres-Zertifikat kann nach Abschluss des fünften persönlichen Bildungsjahres ausgestellt werden, wenn in der gerade durchlaufenen Zertifizierungsperiode mindestens 200 Weiterbildungspunkte erreicht worden sind.

Ordnungskennziffer (OKZ) 2:
Hierzu gehören nebenberufliche Vermittler, die nur eine Sparte vermitteln.
Diese erhalten ein Zertifikat für das aktuelle persönliche Bildungsjahr, wenn Sie mindestens 20 Weiterbildungspunkte erzielt haben. Hat der Vermittler nach Abschluss des zweiten persönlichen Bildungsjahres mindestens 40 Weiterbildungspunkte gesammelt, wird der Weiterbildungsausweis ausgegeben. Das fünf-Jahres-Zertifikat kann nach Abschluss des fünften persönlichen Bildungsjahres ausgestellt werden, wenn in der gerade durchlaufenen Zertifizierungsperiode mindestens 100 Weiterbildungspunkte erreicht worden sind.

Ordnungskennziffer (OKZ) 3:
Dazu gehören Vermittler, die Versicherungen als Ergänzung der im Rahmen ihrer Haupttätigkeit gelieferten Waren oder Dienstleistungen vermitteln.
Diese erhalten ein Zertifikat für das aktuelle persönliche Bildungsjahr, wenn Sie mindestens 4 Weiterbildungspunkte erzielt haben. Hat der Vermittler nach Abschluss des zweiten persönlichen Bildungsjahres mindestens 8 Weiterbildungspunkte gesammelt, wird der Weiterbildungsausweis ausgegeben. Das fünf-Jahres-Zertifikat kann nach Abschluss des fünften persönlichen Bildungsjahres ausgestellt werden, wenn in der gerade durchlaufenen Zertifizierungsperiode mindestens 20 Weiterbildungspunkte erreicht worden sind.

P

Q

Qualifikationsvoraussetzungen
Für alle Versicherungsvermittler / Makler kann dann ein Weiterbildungskonto in der Weiterbildungsdatenbank der
Brancheninitiative eröffnet werden, wenn sie eine Erstqualifikation zur Versicherungsvermittlung auf Niveau der Sachkundeprüfung nachweisen können. Mögliche Erstqualifikationen können der Checkliste Qualifikationsvoraussetzungen auf unserer Homepage entnommen werden.

R

S

Stornierung
s. Buchung

T

TGIC
Die Trusted German Insurance Cloud (TGIC) stellt die neue Service- und Kommunikationsplattform des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) dar. Sie ermöglicht es, Dienstleistungen der Branche künftig direkt über das Internet, unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorgegeben werden, zu nutzen.

Als ersten Service innerhalb der TGIC wurde im April 2014 die Weiterbildungsdatenbank in Betrieb genommen. Sie wird vom Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) im sicheren Rechenzentrum des GDV betrieben und ist das technische Kernelement der Brancheninitiative gut beraten.

 

Trusted Partner
Es wird zwischen einem Trusted Partner Basis (TP Basis) und einem Trusted Partner Service (TP Service) unterschieden.

Den TP Basis benötigt der VV bei der Erstanmeldung und WB-Kontoeröffnung. Er ist für die Erstauthentifizierung des VV zuständig. Der TP Service ist für die Rundumversorgung eines VV, der ihm dazu den Auftrag erteilt hat, zuständig. Der TP Service hat uneingeschränktes Schreib- und Leserecht. Er pflegt den Personendatenstammsatz des VV und sein WB-Konto.

In der Kombination TP Service und BDL sorgt der TP Service/BDL dafür, dass der VV sein Jahrespunkteziel und sein 5-Jahrespunkteziel erreicht. Er sieht auf dem WB-Konto auch die Buchungen anderer akkreditierter und nicht-akkreditierter BDL (BWV-Buchungen). Die Rechte des TP Service sind so umfänglich, dass für diese Funktion gilt: „Es kann nur einen geben!“ Die Verteilung der TP Service-Aufgaben auf mehrere Schultern würde zu Interessenskonflikten führen. Für Makler übernehmen VU die TP Service Funktion nicht.

Ein VV kann bei der Erstanmeldung zur WBD nicht auf einen TP Basis verzichten. Wenn er keinen TP Service wählt, sorgt er selber für die Aktualisierung seines Personendatenstammsatzes, kümmert sich selbst um seine WB und wählt entsprechend BDL aus.

U

V

Vermittlerkategorie

s. Ordnungskennziffer (OKZ)

VV-ID
Die VV-ID ist die Identifikationsnummer eines Vermittlers in der Weiterbildungsdatenbank (WBD) und bleibt auch bei Änderung des Personendatenstammsatzes erhalten. Die VV-ID ist damit auch gleichzeitig die eindeutige WB-Kontonummer eines VV. Ein Vermittler muss seine VV-ID dem jeweiligen akkreditierten Bildungsdienstleister, bei dem er eine WB-Maßnahme besucht hat, mitteilen, damit dieser die Punkte auf dem WB-Konto des Vermittlers gutschreiben kann.

W

Weiterbildung
Für alle VV, die Versicherungsgeschäft über eine einzelne Sparte hinaus vermitteln oder hauptberuflich tätig sind, grenzt sich die Weiterbildung von der Erstausbildung durch das Niveau der Sachkundeprüfung „Versicherungsfachmann/-frau IHK“ gemäß Abschnitt 1 der Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) ab.

Das bedeutet, dass die erfolgreich abgelegte Sachkundeprüfung, eine vom Niveau her vergleichbare Ausbildung oder ein gleichgestellter Abschluss wie der Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen (§ 4 VersVermV) als Maßstab für den Abschluss der Erstausbildung gelten. Für nebenberufliche Vermittler, die nur eine Sparte vermitteln und Vermittler, die gemäß § 34d Absatz 3 der Gewerbeordnung (GewO) die Versicherung als Ergänzung der im Rahmen ihrer Haupttätigkeit gelieferten Waren oder Dienstleistungen vermitteln (produktakzessorische Vermittlung), wird eine angemessene Erstausbildung erwartet.
Branchenspezifische berufliche Fortbildung im Sinne von § 53 Berufsbildungsgesetz (BBiG) und branchenspezifische akademische Abschlüsse gelten im Rahmen der Initiative als Weiterbildungsmaßnahmen, sofern vor Beginn der Maßnahme das o.a. Niveau der Sachkundeprüfung bereits vorlag. Die Unterscheidung ist wichtig, weil ein VV nur dann ein Weiterbildungskonto eröffnen kann, wenn eine Erstausbildung vorliegt. Weitere mögliche Erstqualifikationen sind im Dokument „Checkliste Qualifikationsvoraussetzungen“ aufgeführt.

Weiterbildungsausweis

Erreicht ein VV nach Ablauf von zwei persönlichen Bildungsjahren mindestens 80 Weiterbildungspunkte (OKZ 2: 40 WP, OKZ 3: 8 WP), hat er Anspruch auf einen Weiterbildungsausweis. Werden die genannten Kriterien erfüllt, wird der Ausweis automatisch per Push-Mail an den Vermittler versandt. Gleichzeitig steht der Ausweis in der Weiterbildungsdatenbank unter „Meine Stammdaten Ausweise und Zertifikate“ als PDF zum Download zur Verfügung.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Ausweis im Scheckkartenformat kostenpflichtig zu bestellen. Den Link zum Bestellformular erhalten die Vermittler via Email zugesandt. Alternativ befindet sich der Link auch auf der PDF-Version des Ausweises.

Weiterbildungsdatenbank (WBD)
Die Weiterbildungsdatenbank (WBD) ist das Zählwerk für die Weiterbildungspunkte (WP) auf den WB-Konten der VV und ermöglicht den VV und ggf. deren TP Service, diese Konten zu verwalten. Im Zentrum der WBD steht die VV-Kontoübersicht, die dem VV Auskunft über den aktuellen Punktestand gibt, und die weiteren Attribute einer Buchung ausweist. BDL nutzen die WBD zur Einbuchung der von ihnen durchgeführten WB-Maßnahmen. Sie können, sofern sie nicht auch TP Service sind, nur auf die von ihnen eingegebenen Buchungen zugreifen.

Weiterbildungsinitiative

Zur weiteren Verbesserung der regelmäßigen Weiterbildung der Versicherungsvermittler (VV) und als Beitrag zu einer weiteren Professionalisierung der Versicherungsvermittler wurde die freiwillige Initiative der deutschen Versicherungswirtschaft ins Leben gerufen. In dieser Initiative können VV durch den Besuch von Weiterbildungsmaßnahmen (WB-Maßnahmen) Weiterbildungspunkte (WP) für erwerben. Die Weiterbildungspunkte werden auf individuellen Weiterbildungskonten der Versicherungsvermittler dokumentiert. Das Weiterbildungskonto gehört dem Versicherungsvermittler. Diese Weiterbildungskonten liegen in einer überbetrieblichen Weiterbildungsdatenbank (WBD). Die Geschäftsstelle der WB-Initiative gut beraten hat Ihren Sitz beim Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V.

Weiterbildungsjahr
Das erste persönliche Weiterbildungsjahr (WB-Jahr) eines VV beginnt mit dem Zeitpunkt der Kontoeröffnung oder mit dem Beginn der ersten WB-Maßnahme, frühestens am 01.09.2013. Durch den Zeitraum des ersten WB-Jahres werden auch die Stichtage (Beginn und Ende) der folgenden WB-Jahre und der Zertifizierungsperiode festgelegt. Wenn ein VV in OKZ 1 40 WP in einem WB-Jahr erreicht, erhält er ein Jahreszertifikat. Für OKZ 2 sind hierzu 20 WP erforderlich; für OKZ 3 werden nur 4 WP gefordert.

Weiterbildungskonto

Jeder VV mit abgeschlossener Erstausbildung kann ein persönliches WB-Konto, auf dem er seine Weiterbildungspunkte sammelt, beantragen. Das WB-Konto soll unmittelbar nach Abschluss der Erstausbildung eröffnet werden. Mit dem Tag der Eröffnung beginnt die individuelle 5-jährige Zertifizierungsperiode. Falls bereits vor Eröffnung des WB-Kontos eine anrechenbare WB stattgefunden hat, so kann diese, sofern ihr Ende noch nicht länger als 1 Jahr zurück liegt, nachträglich eingebucht werden. Durch diese nachträgliche Einbuchung verschiebt sich der Beginn der 5-jährigen Zertifizierungsperiode auf das Beginndatum dieser ersten WB-Maßnahme.

Die Buchung von WP bleibt den akkreditierten BDL und bei WB-Maßnahmen, die von nicht-akkreditierten BDL durchgeführt wurden, der Geschäftsstelle überlassen. Wenn sich ein VV dafür entscheidet, einen Trusted Partner Service zu beauftragen, trifft er damit gleichzeitig die Entscheidung, seine Weiterbildung und die Pflege seines WB-Kontos in die Rundum-Versorgung des TP Service zu geben. Er delegiert damit seine Rechte. Das Leserecht auf sein Konto bleibt dem VV immer erhalten. Außerdem ist gewährleistet, dass das WB-Konto den VV während seiner gesamten Vermittlerzeit begleitet.

Weiterbildungspunkt
Ein Weiterbildungspunkt (WP) wird vergeben, wenn ein VV eine anrechnungsfähige Unterrichtseinheit à 45 Minuten absolviert hat.

Die Anrechnungsfähigkeit ergibt sich aus den Anrechnungsregeln in ihrer jeweils gültigen Fassung. Lerneinheiten von 60 Minuten werden mit 1,3 WP, von 30 Minuten mit 0,6 WP und
15 Minuten mit 0,3 WP bewertet. Lerneinheiten werden generell mit nur einer Stelle nach dem Komma ausgewiesen, jede weitere Kommastelle bleibt unberücksichtigt. Die Rundung erfolgt ggf. kaufmännisch zum Ende der Gesamtmaßnahme, da in der Weiterbilungsdatenbank nur GANZE WP eingetragen werden können.

X

X.509 Zertifikat

Für jede neu eingepflegte Organisation (TP/BDL) kann für den ersten Anwender auch ein technischer Nutzer angelegt werden.
Dieser erhält daraufhin eine weitere TGIC-E-Mail, welche neben dem TGIC-Benutzerkonto auch Informationen zum Download des X.509-Zertifikates beinhaltet. Der bereitgestellte Keystore (Zertifikat und privater Schlüssel) wird im Rahmen der X.509 Authentifikation benötigt.
Organisationsmitarbeiter, die über das WBD-Sonderrecht "Benutzerverwaltung" verfügen, können über die WBD-Weboberfläche einen neuen technischen Nutzer mit X509-Zertifikat anlegen bzw. einen bereits bestehenden technischen Nutzer in der WBD registrieren.
Sofern die WBD nur über die Web-Oberfläche genutzt werden soll, wird dieser technische Nutzer nicht benötigt.

Y

Z

Zertifikat

Die freiwillige Weiterbildungsinitiative gut beraten legt die Durchführungsbestimmungen und die Anforderungen für alle beteiligten Gruppen fest. Jeder Vermittler kann unmittelbar nach Abschluss seiner Erstausbildung an der Weiterbildung teilnehmen. Die individuelle Zertifizierungsperiode (5 Jahre) eines VV beginnt mit dem Zeitpunkt der WB-Kontoeröffnung oder mit dem Beginndatum der ersten WB-Maßnahme, frühestens zum 01.09.2013. Entsprechend seiner VV-Kategorie (OKZ) sammelt der VV WP und erhält nach dem Ende seiner Zertifizierungsperiode von fünf Jahren ein 5-Jahres-Zertifikat für die Erfüllung der Anforderungen. Zusätzlich werden Jahreszertifikate erstellt, wenn der VV, abhängig von seiner OKZ, 40, 20 oder 4 WP in einem Weiterbildungsjahr erzielt.

Zertifizierungsperiode

Die individuelle Zertifizierungsperiode eines VV beginnt mit dem Zeitpunkt der Kontoeröffnung oder, wenn der Beginn der ersten anrechnungsfähigen WB-Maßnahme vor diesem Zeitpunkt lag, mit dem Beginndatum dieser ersten WB-Maßnahme.

Wenn WB-Maßnahmen eine Zertifizierungsperiode überlappen und ihr Enddatum in der folgenden Zertifizierungsperiode liegt, werden die daraus resultierenden WP dieser Folgeperiode gutgeschrieben. Allerdings gibt es zu dieser Regel eine Ausnahme: Wenn in der Zertifizierungsperiode, in der die WB-Maßnahme begonnen hat, ohne die WP aus dieser WB-Maßnahme noch Punkte fehlen, um ein Zertifikat zu erhalten, wird die Zertifizierungsperiode, in der die WB-Maßnahme begonnen hat, abhängig von der Vermittlerkategorie, auf 200 oder 100 oder 20 WP aufgefüllt.

Nach 5 Jahren erhält jeder VV, der je nach Vermittlerkategorie in dieser Zertifizierungsperiode 200, 100 oder 20 Weiterbildungspunkte erreicht hat, ein 5-Jahres-Zertifikat. Bestellung, Druck und Versand dieser Zertifikate erfolgen über den gut beraten-Shop. Bereits nach einem Jahr wird dem VV ein Jahreszertifikat zur Verfügung gestellt, wenn er innerhalb eines Bildungsjahres entsprechend seiner Vermittlerkategorie die notwendige Weiterbildungspunkte (40, 20 oder 4 WP) erzielt hat. Jahreszertifikate werden per Push-Mail als PDF zum Selbstausdruck an den VV versandt.

Zielgruppe
Jeder, der vermittelnd tätig ist, kann sich auf freiwilliger Basis an der Initiative beteiligen. Alle vermittelnd Tätigen und Versicherungsberater, die ihre Erstausbildung für ihre Vermittlungs-/Beratungstätigkeit abgeschlossen haben, sollen Schritt für Schritt in die WB-Initiative einbezogen werden. Dazu gehören alle gebundenen und ungebundenen Vermittler, ihre angestellten Vermittler, die Angestellten des Werbeaußendienstes (MTV), mit der Vermittlung Betraute in Kreditinstituten, Versicherungsberater gemäß § 34 e GewO und auch diejenigen, bei denen sich der Verbraucher Rat in Versicherungsfragen einholen kann.

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