FAQ der Aufsichten

Die Einhaltung der Weiterbildungspflicht wird durch die Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie – für gebundene Versicherungsvermittler – durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüft.

Die IHK überprüft im Rahmen von Stichprobenkontrollen, ob die Gewerbetreibenden der gesetzlichen Verpflichtung zur Weiterbildung nachkommen (vgl. § 7 Absatz 3 VersVermV).

Um eine Orientierungshilfe bei der Umsetzung der Vorschriften zu geben, haben die Aufsichtsbehörden ein Fragen-Antworten-Katalog erarbeitet und mittlerweile in einer 2. aktualisierten Fassung veröffentlicht.

Erfreulicherweise enthält diese aktualisierte Fassung der FAQ im Vergleich zur bisherigen einige positive Klarstellungen, auf die wir gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen und -verbänden in Gesprächen mit den Aufsichten hinwirken konnten:

  • Auszubildende im Bereich der Versicherungsvermittlung unterliegen nicht der Weiterbildungspflicht, es sei denn der/die Auszubildende ist außerhalb seines Ausbildungsverhältnisses noch vertrieblich tätig (FAQ Frage Nr. 1).
  • Schulungen zu versicherungsspezifischer Beratungs- und Angebotssoftware sowie zur elektronischen Antragsaufnahme können angerechnet werden (FAQ Frage Nr. 5.5).
  • Tätigkeiten als Dozent, Vortragender oder Trainer können einmalig pro Kalenderjahr in der Höhe der Stunden anerkannt werden, die auch für die Teilnehmer anerkannt werden (FAQ Frage Nr. 5.6).

Zeitgleich mit der Aktualisierung der FAQ der Aufsichten hat die Initiative gut beraten mit ihren Anrechnungsregeln den bewährten Branchenstandard aktualisiert. Unter Berücksichtigung der Weiterbildungsbedarfe der vertrieblich Tätigen gestalten die Anrechnungsregeln die gesetzlichen Vorgaben zur Weiterbildungspflicht im Abgleich mit den Vorstellungen der Aufsichten und im Sinne des Verbrauchers praxistauglich aus.

Ansprechpartner
Monika Klampfleitner 089 922001-839