Glossar

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Hier finden Sie ein Stichwortverzeichnis rund um die Terminologie der Weiterbildungsinitiative und der Weiterbildungsdatenbank.

A

Abrechnung
s. Kostenerhebung

Akkreditierung
Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit sind die zentralen Voraussetzungen für die Akkreditierung der Bildungsdienstleister (BDL) und Trusted Partner (TP). Das Qualitätssicherungshandbuch gibt nähere Auskunft dazu. Ein Leitfaden zur Akkreditierung findet sich in den Informationen zur Akkreditierung.

Anrechnungsregeln
Die Anrechnungsregeln zur Umsetzung der gesetzlichen Weiterbildungsverpflichtung und der Initiative gut beraten finden Sie als PDF-Dokument.

Audit
Die Qualitätssicherung im Rahmen der Initiative gut beraten erfolgt nach dem Grundsatz „Vertrauen ex ante – Prüfung ex post“. Audits im Rahmen der Initiative haben das Ziel, die regelkonforme Anwendung der Anrechnungsregeln durch die akkreditierten Bildungsdienstleister (BDL) „ex post“ sicherzustellen.

Das Auditverfahren soll gewährleisten, dass eventuelle Missbräuche bei der Vergabe der anrechenbaren Bildungszeit durch Bildungsdienstleister aufgedeckt und verhindert werden können.

Auditoren
Die Auditierung der Bildungsdienstleister (BDL) erfolgt über externe Auditoren, die von der Geschäftsstelle gut beraten zertifiziert wurden.

Die Auditoren beurteilen die korrekte Umsetzung und Einhaltung der Anrechnungsregeln sowie die zulässige Eintragung von Bildungszeit. Dabei überprüfen sie, ob die Bildungsdienstleister Einträge und Änderungen in der Weiterbildungsdatenbank nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen, insbesondere der Anrechnungsregeln sowie des Qualitätssicherungshandbuchs, vorgenommen haben. Sie geben gegenüber der Geschäftsstelle eine Empfehlung zur Bewertung des Audits ab.

B

Bildungsdienstleister
Als Bildungsdienstleister im Sinne der Initiative werden alle Anbieter von Bildung bezeichnet, die sich an die Zielgruppe der vertrieblich Tätigen unmittelbar wenden oder die Bildungsmaßnahmen anbieten, die von vertrieblich Tätigen zur Ausbildung ihrer Fach- und Beratungskompetenz ausgewählt werden. Bildungsdienstleister sind also zum Beispiel die Organisationseinheiten von Versicherungsunternehmen, von Maklerhäusern oder Vertriebsgesellschaften, die als Schwerpunktaufgabe die professionelle Erstellung und Durchführung von Bildungsangeboten für die Zielgruppe dieser Initiative haben sowie Unternehmen, die Bildungsangebote auf dem freien Markt in offener Form anbieten. Ebenso können Verbände der Versicherungswirtschaft, die Bildungsmaßnahmen für vertrieblich Tätige anbieten, als Bildungsdienstleister fungieren.

Bildungskonto
Jeder vertrieblich Tätige mit entsprechender Erstausbildung kann ein Bildungskonto, auf dem die eigene Bildungshistorie dokumentiert wird, beantragen. Es gibt nur personenbezogene Bildungskonten.

Bildungszeit
Bildungszeit gibt es grundsätzlich nur für Maßnahmen, die die Fach- und Beratungskompetenz oder die personale Kompetenz im Interesse der Kunden erhält oder ausbaut. Beispiele von erwerbbaren Kompetenzen, für die Bildungszeit anrechenbar ist, finden Sie im Kapitel 3 der Anrechnungsregeln. Der akkreditierte Bildungsdienstleister (BDL) legt fest, wie viel Bildungszeit für eine Maßnahme angerechnet werden kann.

Buchung
Die Buchung der Bildungszeit liegt in der Verantwortung des jeweiligen akkreditierten Bildungsdienstleisters. Bei Buchungen werden der Titel der Maßnahme, die Lernart, der Lerninhalt und die anrechenbare Bildungszeit in der Weiterbildungsdatenbank (WBD) erfasst. Jede Buchung ist dem Bildungskonto eines Teilnehmers zugeordnet. Eine Buchung erfolgt nach Abschluss einer Maßnahme oder einer Teilmaßnahme.

C

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E

Erklärung über die Erfüllung der Weiterbildungsverpflichtung
Bei Erreichen von mindestens 15 Stunden Bildungszeit im Kalenderjahr erhält der Kontoinhaber eine Erklärung  über die Erfüllung der Weiterbildungsverpflichtung, die bei Bedarf zusammen mit dem Kontoauszug verwendet werden kann. Sie dient zum Nachweis gegenüber der Aufsichtsbehörde, dem Arbeitgeber oder einem Produktgeber.

Eröffnung eines Bildungskontos
Die Eröffnung eines Bildungskontos kann entweder durch einen akkreditierten Trusted Partner Basis oder online über die gut beraten-Homepage gestellt werden. Die Trusted Partner Basis sind auf der Homepage gelistet.

F

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G

gut beraten-ID
Die gut beraten-ID ist die Identifikationsnummer eines vertrieblich Tätigen in der Weiterbildungsdatenbank (WBD) und verhält sich wie eine Kontonummer. Ein vertrieblich Tätiger teilt seine gut beraten-ID dem jeweiligen akkreditierten Bildungsdienstleister mit, bei dem er eine Bildungsmaßnahme besucht hat. Dieser kann daraufhin die Maßnahme auf das Bildungskonto buchen.

gut beraten-Portal (GBP)
Jede Organisation, die sich als Bildungsdienstleister oder Trusted Partner an gut beraten beteiligen möchte, durchläuft den Akkreditierungsprozess. Die Antragstellung erfolgt online über das gut beraten-Portal (GBP)

gut beraten-Zertifikat
Kontoinhaber, die über die gesetzliche Anforderung hinaus mindestens 30 Stunden Bildungszeit im Kalenderjahr erreicht haben, erhalten automatisch ein gut beraten-Zertifikat. Dies wird automatisch per E-Mail versendet und in der Weiterbildungsdatenbank zum Download bereitgestellt.

H

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I

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J

Jahreszertifikat
s. gut beraten Zertifikat

K

Kontoauszug
In der Weiterbildungsdatenbank (WBD) steht dem vertrieblich Tätigen eine Kontoübersicht mit Selektionsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Kontoübersicht kann ebenso im PDF-Format abgerufen werden.

Kontonummer
s. gut beraten-ID

Kostendeckelung
Die kostenpflichtige Eintragung der Weiterbildung ist auf 15 Stunden pro Kalenderjahr und Bildungskonto begrenzt. Darüber hinaus gebuchte Bildungszeit ist kostenfrei.

Kostenerhebung
Das Kostenmodell ist so konzipiert, dass die Kostenbeiträge für die Entwicklung und den Betrieb der Initiative gut beraten inklusive der Weiterbildungsdatenbank durch eine Bepreisung der gebuchten Bildungszeit erfolgt. Die Kosten werden dem Bildungsdienstleister von der Geschäftsstelle gut beraten pro Quartal in Rechnung gestellt.

L

Lernart
Beim Eintrag einer Bildungsmaßnahme in die Weiterbildungsdatenbank (WBD) durch einen BDL ist die Art des Seminars (Lernart) anzugeben. Folgende Wahlmöglichkeiten bestehen:

  • Präsenzveranstaltung
  • Einzeltraining
  • Blended Learning
  • Gesteuertes E-Learning
  • Selbstgesteuertes (E-)Learning
  • Lernen am Arbeitsplatz


Lerninhalt

Beim Eintrag einer Bildungsmaßnahme in die Weiterbildungsdatenbank (WBD) durch einen BDL ist der Lerninhalt des Seminars anzugeben. Folgende Wahlmöglichkeiten bestehen:

  • Privat-Vorsorge-Lebens-/Rentenversicherung
  • Privat-Vorsorge-Kranken-/Pflegeversicherung
  • Privat-Sach-/Schadenversicherung
  • Firmenkunden-Vorsorge (bAV/Personenversicherung)
  • Firmenkunden-Sach-/Schadenversicherung
  • Spartenübergreifend
  • Beratungskompetenz

M

Manuelle Prüfung zur Eintragung von Bildungszeit
Die Bildungszeit von Maßnahmen, die bei nicht-akkreditierten Bildungsanbietern erworben wurde, kann auf Antrag und nach einer erfolgreichen manuellen Prüfung durch die Geschäftsstelle gut beraten gebucht werden. Dieser Service ist kostenpflichtig.

N

Nachbuchung
Bildungsmaßnahmen können technisch gesehen bis zum 30.06. des Folgejahres gebucht werden. Grundsätzlich soll jede Buchung zeitnah nach Abschluss der Maßnahme erfolgen.

O

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P

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Q

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R

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S

Stornierung
Stornierungen von Bildungsmaßnahmen werden auf dem Kontoauszug rot hinterlegt. Die Eintragungen beinhalten sowohl die ursprüngliche Gutschrift der Bildungszeit als auch die vorgenommene Stornierung. Für die Eintragung bzw. Stornierung ist der jeweilige seminardurchführende Bildungsdienstleister zuständig. Bei Rückfragen ist dieser zu kontaktieren.

T

TGIC
Die Trusted German Insurance Cloud (TGIC) stellt die Service- und Kommunikationsplattform des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) dar. Sie ermöglicht es, Dienstleistungen der Branche direkt über das Internet, unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorgegeben werden, zu nutzen.

Trusted Partner
Es wird zwischen Trusted Partner Basis (TBP) und Trusted Partner Service (TPS) unterschieden.
Ein TPB kann Bildungskonten für vertrieblich Tätige eröffnen. Er führt die Authentifizierung des Antragstellers und die Prüfung der Qualifikationsvoraussetzungen durch.

Der TPS verwaltet ein Bildungskonto. Dazu wird ein Servicevertrag zwischen dem Kontoinhaber und dem TPS abgeschlossen. Damit übernimmt der TPS die Stammdatenpflege und erhält vollumfängliches Leserecht auf alle in dem Bildungskonto gespeicherten Angaben.

U

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V

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W

Weiterbildung
Für alle vertrieblich Tätigen, die Versicherungsgeschäft über eine einzelne Sparte hinaus vermitteln oder hauptberuflich tätig sind, grenzt sich die Weiterbildung von der Erstausbildung durch das Niveau der Sachkundeprüfung "Geprüfte/r Fachmann/-frau für Versicherungsvermittlung IHK" gemäß Abschnitt 1 der Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) ab.

Das bedeutet, dass die erfolgreich abgelegte Sachkundeprüfung, eine vom Niveau her vergleichbare Ausbildung oder ein gleichgestellter Abschluss wie der "Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen" (§ 4 VersVermV) als Maßstab für den Abschluss der Erstausbildung gelten. Für nebenberufliche Vermittler, die nur eine Sparte vermitteln und Vermittler, die gemäß § 34d Absatz 3 der Gewerbeordnung (GewO) die Versicherung als Ergänzung der im Rahmen ihrer Haupttätigkeit gelieferten Waren oder Dienstleistungen vermitteln (produktakzessorische Vermittlung), wird eine angemessene Erstausbildung erwartet. Branchenspezifische berufliche Fortbildung im Sinne von § 53 Berufsbildungsgesetz (BBiG) und branchenspezifische akademische Abschlüsse gelten im Rahmen der Initiative als Weiterbildungsmaßnahmen, sofern vor Beginn der Maßnahme das o.a. Niveau der Sachkundeprüfung bereits vorlag. Die Unterscheidung ist wichtig, weil ein vertrieblich Tätiger nur dann ein Weiterbildungskonto eröffnen kann, wenn eine Erstausbildung vorliegt. Weitere mögliche Erstqualifikationen sind im Dokument „Checkliste Qualifikationsvoraussetzungen“ aufgeführt.

Weiterbildungsdatenbank (WBD)
Zur weiteren Verbesserung der regelmäßigen Weiterbildung der vertrieblich Tätigen (VT) und nicht zuletzt durch die Einführung der IDD-Richtlinie wurde ein Zertifizierungsprozess der deutschen Versicherungswirtschaft etabliert. In diesem Prozess können sich vertrieblich Tätige durch den Besuch von Bildungsmaßnahmen Bildungszeit gutschreiben lassen. Die Durchführung und Verwaltung dieses Zertifizierungsprozesses mit seinen Benutzergruppen erfolgt mittels der Weiterbildungsdatenbank (WBD).

Die Weiterbildungsdatenbank (WBD) wird innerhalb der Trusted German Insurance Cloud (TGIC) betrieben.

Weiterbildungskonto
s. Bildungskonto

X

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Ansprechpartner
Support gut beraten 089 922001-850